Heute ist mal wieder Girls Day, der Tag also, an dem junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistert werden sollen. Aus diesem hehren Grund will auch ich mich an dieser Stelle zweier junger Damen annehmen, die zwar nicht in technischen, aber in politischen Jobs wirken. Auch innerhalb der Parteien wird ja häufig die Männerdominanz kritisiert, womit das eigentliche Anliegen des institutionalisierten Mädchentages dann doch wieder gewürdigt ist.→ weiterlesen
Immer diese Frauen
Das ist nun wirklich eine Gewissensfrage: Darf ich als Mann an dieser Stelle eigentlich über die dieser Tage heiß diskutierte Frauenquote schreiben?
Wissen Sie was? Das ist mir völlig egal. Wenn sogar die CDU jetzt satte 30 Prozent Frauenanteil in den Aufsichtsräten großer Unternehmen durchsetzen will – und das schon im Jahr 2020! -, dann ist das sowieso der Anfang des Matriarchats (man bedenke zudem den Spitznamen der CDU-Kanzlerin Angela Merkel: Mutti), und deswegen kann man als Mann gar nicht früh genug mit dem Widerstand beginnen.→ weiterlesen
Praktikanten
Wenn in Berlin ein Politiker mal wieder so richtig auf die Pauke hauen will, geht er zur Bild am Sonntag, lässt dort Dampf ab und kann sicher sein, dass landauf, landab die übrigen Redaktionen am meist nachrichtenarmen Wochenende eifrig zitieren. So hat es auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel getan und gegenüber dem Blatt verkündet, die unionsgeführten Länder Hessen und Bayern würden mit wenig Steuerfahndern und seltenen Steuerprüfungen als besondere Art der Wirtschaftsförderung werben und so Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisten.→ weiterlesen
Im Auftrag
Nach der Rückkehr aus dem Osterurlaub finde ich eine Postkarte auf dem Schreibtisch vor. Was ist wohl darauf zu sehen? Schnee. Ausgerechnet Schnee. Ist aber bei der Herkunft des Grußes nur logisch: Sankt Petersburg. Aufmerksame Leser dieser Kolumne werden sich erinnern, Wirtschaftsminister Florian Rentsch war Mitte März in die russische Ostseemetropole geflogen. Erfolgreiche Reise sei es gewesen , schreibt der Minister dankenswerterweise, viel erreicht für Hessens Unternehmen im Speziellen und Hessens Wirtschaft im Allgemeinen. Ja, und natürlich der viele Schnee in Sankt Petersburg und Moskau.→ weiterlesen
Berufserfahrung
Ob Gesetzentwurf, Vorschlag, Meinung oder Kritik die Position des jeweiligen politischen Gegners wird in Hessen stets in geradezu ritualisierter Form verdammt. Oft in einem Tonfall, der einen gelegentlich zweifeln lässt, ob da wirklich vernunftbegabte Erwachsene reden oder reden lassen. Hessen, das härteste Parlament in Deutschland, dröhnt hierzulande so manch politischer Krawallbruder und ist auch noch stolz drauf. Entsprechend haarsträubend lesen sich dann auch regelmäßig die Aussendungen aus dem Politbetrieb.→ weiterlesen
Alles nur geklaut
Könnte das wirklich sein? Von der SPD lernen, hieße siegen lernen? Das würde FDP-Parteichef Jörg-Uwe Hahn normalerweise aufs Heftigste bestreiten, am Samstag jedoch gab er offen zu, sich was von den Sozialdemokraten abgeguckt zu haben.→ weiterlesen
Ostsee oder Copacabana
Wirtschaftsminister Florian Rentsch ist gestern nach Russland geflogen. Was will er denn da bloß, Schnee gibt es doch auch hier genug? Hat übrigens Glück gehabt, der Minister, am Morgen konnte er gerade noch vom Frankfurter Flughafen starten, kurz darauf wurde der Airport dicht gemacht wegen des starken Schneefalls.→ weiterlesen
Verkehrspolitik mit Pawlow
Es müllert im Landtag. Müller gegen Müller. Also nicht der Fußballer Thomas Müller, der mit dem eingängigen Slogan „Es müllert“ wieder für sich wirbt, ist gemeint, sondern Karin Müller von den Grünen und der Liberale Stefan Müller (weder verwandt noch verschwägert). Die sogenannten verkehrspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen beharken sich in Sachen Tempolimit 120 und Verkehrstote. Was war passiert? → weiterlesen
Und die Pferdesteuer?
Ob Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und nun auch noch Tegut – wo jetzt überall Pferdefleisch in Lasagne, Ravioli, Tortellini, Bolognese-Soße etc. gefunden wurde, schreit alle Welt empört auf. Oder schrie zumindest, denn jetzt hat ja mit diesen Bio-Eiern, die keine sind, schon der nächste Lebensmittelskandal die Verbraucher erreicht.
Ein nordhessisches Städtchen dürfte sich allerdings die Hände reiben. Oder sollte es zumindest, liegt doch eine neue Einnahmequelle auf der Hand.→ weiterlesen
Grüner Besuch
Kretschmann war da, aber Bouffier nicht. Erstgenannter, Regierungschef von Baden-Württemberg und einziger grüner Ministerpräsident in Deutschland, war am Montag geladen zu einem Arbeitsgespräch beim beinahe letzten schwarzen Ministerpräsidenten in Deutschland: Volker Bouffier. Der Hesse wollte den Schwaben in seiner Wiesbadener Staatskanzlei begrüßen, bevor sich Winfried Kretschmann zum eigentlichen Anlass seines Hessen-Besuchs aufmachen würde: Er war Ehrengast auf dem Neujahrsempfang der hiesigen Grünen im Landtag. Wegen widriger Witterungsverhältnisse bekam Bouffier aber keinen Flieger von Berlin nach Frankfurt und musste in einen verspäteten Zug umsteigen.→ weiterlesen