Falsche Drinks, faule Eier

„Yes“, „si ragazzi“ – der Jubel von Sebastian Vettel kannte keine Grenzen – vor allem sprachliche –, nachdem er am Sonntag nach langer, langer Durststrecke mal wieder ein Formel-1-Rennen gewonnen hatte. Obwohl er aus Gründen der Steuerersparnis schon seit Jahren in der Schweiz wohnt, wird er gemeinhin ja immer noch gern als der „Heppenheimer“ bezeichnet, und so brach auch seine alte Heimat bei ihm durch, nachdem er in Malaysia die Konkurrenz abgehängt hatte: „Mer habbe se fertisch gemacht“. Rischtisch so, hall druff mein Bub!

Was so ein Rennstall-Wechsel alles bewirken kann, in Vettels Fall von Red Bull zu Ferrari. → weiterlesen

Gib Gas, gib Gummi!

Trotz vieler PS kommen die Dienstwagen unserer Minister nicht von der Stelle. Zumindest nicht in der Rangliste der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die jährlich die Limousinen von Bundes- und Landesministern auf den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß testet. Da haben Bouffier und Co. sogar den Rückwärtsgang eingelegt: Im aktuellen Länderranking der Berliner Umweltorganisation ist Hessen vom 11. auf den 14. Platz abgerutscht.

Wobei, jetzt wollen wir mal fair sein, der Absturz erscheint stärker, als es der tatsächliche Ausstoß ist: 164 Gramm CO2 pro Kilometer pusten die hessischen Boliden – Audi, Mercedes und BMW – im Durchschnitt in die Luft. Das sind zwei Gramm mehr als im Vorjahr. Zwei Gramm, was so eine kleine Menge alles ausrichten kann.→ weiterlesen

Grünkäppchen und der Wolf

Es waren einmal drei Wölfe, die kamen nach Hessen. Jetzt sind sie alle tot. Ja, und damit könnte die Geschichte auch schon zu Ende erzählt sein. Zwischendurch und danach ist aber noch so viel passiert, dass die Fabel um die Isegrimms durchaus noch ein paar mehr Zeilen verdient hat.→ weiterlesen

Frauensache

Ich hoffe, liebe Leser, und damit meine ich ausnahmsweise mal nur die männlichen, Sie waren am vergangenen Sonntag alle besonders lieb zu Ihren Herzensdamen. Am 8. März war nämlich Internationaler Frauentag. Ein Tag, den natürlich auch die Parteien in Hessen genutzt haben. Vor allem in der früheren DDR war dieser Tag ja ein ganz besonders feierlicher. Und deswegen überrascht es auch nicht, dass ausgerechnet die SED-Erben von der Linkspartei ganz besonders stramm standen. „Wir gratulieren allen Frauen und Mädchen zum Internationalen Frauentag“, verkündete Marjana Schott, „frauenpolitische Sprecherin“ (was sonst?) der Links-Fraktion, mit sozialistischem Duktus.→ weiterlesen

An den Hörnern gepackt

Eine Kuh hat Hörner. Und Kälbchen Hörnchen. Normalerweise, möchte man meinen. Aber auch hier zeigt sich mal wieder, dass das wahre Leben und vor allem die Politik viel komplizierter sind, als man gemeinhin glaubt.

Denn viele Kälbchen haben offenbar gar keine Hörnchen. Nicht weil sie verstrahlte Missgeburten, geboren in der Nähe des Atommeilers Biblis, wären. Nein, weil die Bauern ihnen die Hörner absäbeln. Enthornung heißt der Fachbegriff, wie uns Umweltministerin Priska Hinz mitteilt. Und dieser gruselig klingende Prozess soll nun nach dem Willen der Ministerin künftig „schmerz- und stressfrei“ ablaufen.→ weiterlesen

Niemand hat die Absicht …

Am Aschermittwoch ist ja bekanntlich alles vorbei – nur der Spott für Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und seinen Irrflug in Sachen Terminal 3 ganz sicher nicht. Gut, die Kritik kommt nach der Fassenacht nicht mehr im Narrenkostüm daher, sondern bald wieder ganz herkömmlich ernst. Spätestens am 4. März, wenn der Grüne seine „Gegengutachten“ zu den Fraport-Prognosen bezüglich der künftig zu erwartenden Passagiermillionen am Frankfurter Flughafen vorlegt. Ersten Berichten zufolge sollen die Papiere aus seinem Verkehrsministerium ja die Berechnungen des Flughafenbetreibers ziemlich bestätigen …

Aber während der vergangenen tollen Tage haben die Narren Al-Wazir ordentlich den Narrhalla-Marsch geblasen. Der Gast aus Wiesbaden hatte sich ja sogar auf die andere Rheinseite getraut, um dort an der Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ teilzunehmen.→ weiterlesen

Kopflos

Hoho, da haben die Jungen den Alten aber mal wieder ordentlich einen eingeschenkt. Also der wackere Parteinachwuchs den Politsenioren. Die Jungsozialisten genauso wie die Jungunionisten.

Ganz hart gingen die Jusos Hessen-Süd mit dem SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel ins Gericht. Der SPD-Bezirk Hessen-Süd ist ohnehin traditionell weit links verankert, der dortige Parteinachwuchs ist noch einen Schritt weiter. Also beklagt nun Christian Heimpel, Vorsitzender der hiesigen Jusos, Gabriel habe als „Vorsitzender einer internationalistischen Partei“ versagt. „Er hat dabei versagt, die Grundwerte der SPD auf die aktuellen Ereignisse zu übertragen.“→ weiterlesen

Irmer hin, Irmer her

Ach, immer dieser Irmer! Und immer diese Frage, ist er es nun gerade oder doch mal wieder nicht? Das ist ja so verwirrend. Also jetzt ist er es wieder nicht: bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Hans-Jürgen Irmer ist nämlich von beiden Ämtern zurückgetreten, nachdem er sich in der neuesten Ausgabe seiner Hauspostille „Wetzlar-Kurier“ mal wieder ordentlich den Islam vorgeknöpft hat. → weiterlesen

Puttrich trifft Papadopoulou

Sie haben es ja sicher mitbekommen, in unserem EU-Lieblingsmitgliedsland Griechenland hat jetzt dieser nassforsche Bursche gewonnen, dessen Wahlprogramm einzig darin besteht, die Schulden nicht zurückzahlen zu wollen.

So kann man es auch machen, erst mit getürkten Statistiken in den Euro hineinmogeln, dann noch mehr Kohle pumpen und später sagen, Rückzahlung geht nicht, weil es uns ja dann zu schlecht geht. Aber wissen Sie was? Da hat dieser Tsipras ganz sicher die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Unser strenger Kassenwart Schäuble wird das Griechenknäblein sicher schon bald ordentlich zurückstutzen.→ weiterlesen

Bouffier und die Briefe

Bouffier und die Briefe, das war ja in den vergangenen Tagen ein heikles Thema. Da war also zunächst ein Schreiben des RWE-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann an den hessischen Ministerpräsidenten mit der Frage, wann sein Energiekonzern denn mit dem Brief rechnen könne, mit dem Hessen RWE untersage, das konzerneigene Atomkraftwerk Biblis wieder hochzufahren. Der seinerzeitige Kanzleramtsminister Roland Pofalla habe ihm eine solche Note zugesichert. Warum eigentlich Pofalla?→ weiterlesen