Am Sonntag war mal wieder einer dieser Tage, an denen der Arbeitnehmer grollt. Denn der Tag der Arbeit, traditionell am 1. Mai gefeiert und entgegen dem Wortsinne arbeitsfrei, fiel auf einen Sonntag. Arbeitgeberfreundlich, pflegt der Arbeitnehmer dann zu fluchen. Oder manch einer fordert gar, der Tag müsse am folgenden Werktag nachgeholt werden. Darüber kann sich nun wiederum ein Herr namens Frank Hartmann trefflich aufregen. Der Mann ist Landesvorsitzender der „MIT“, der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hessen.→ weiterlesen
Grüne Möhrenmümmler
Ich komme aus den Geburtstagsfeiern gar nicht mehr raus. Anlässlich des 70. Geburtstags der Jungen Union Hessen fragte ich vorige Woche an dieser Stelle, ob die JU sich mit 70 überhaupt noch jung nennen dürfe. Bei der Grünen Jugend Hessen taucht zum 25-jährigen Bestehen eine ganz andere Frage auf: „Vor 25 Jahren diskutierten die Grünen heftig darüber, ob eine so junge Partei überhaupt eine Jugendorganisation braucht“, erinnern sich die beiden Landesvorsitzenden Daniela Wagner und Kai Klose. Und? Brauchen sie?→ weiterlesen
So antworten Sie doch!
Am Freitag hat die Frankfurter Neue Presse ihren 70. Geburtstag gefeiert, Sie werden es sicher mitbekommen haben, liebe Leser. In der schicken, dicken Beilage lesen Sie hoffentlich noch immer! Wir waren aber nicht die einzigen, die sieben Jahrzehnte begossen haben, die Junge Union Hessen hatte zur großen Geburtstagsfeier am Samstag nach Marburg geladen. Die Frage muss jetzt einfach mal erlaubt sein: Darf man sich mit 70 überhaupt noch jung nennen? Und wenn der Hauptredner ausgerechnet noch Altmaier heißt?→ weiterlesen
Noch ein blaues Bapperl
Die Frontscheiben der Autos könnten bald noch bunter werden. Nicht nur, dass es ja schon rote, gelbe und grüne Umweltplaketten gibt, Aufkleber mit der Notrufnummer des Kfz-Versicherers und natürlich die vielen Bapperl und Pickerl mit all den Jahreszahlen der Autobahnvignetten vom Besuch in den freundlichen Nachbarstaaten Schweiz und Österreich, die an all die tollen Urlaube dort erinnern sollen, so dass manche Scheibe schon von der bunten Stickerparade gleichsam wie eingerahmt scheint, nein, jetzt soll nach dem Willen der Landesumweltminister auch noch eine blaue Umweltplakette dazukommen.→ weiterlesen
Akte X aus Panama
Der meist zitierte Buchtitel dieser Tage dürfte wohl „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch sein. Das meist genutzte Sprachbild „Briefkastenfirma“. Sie wissen schon, diese „Panama Papers“, über die nun überall aufdeckerisch berichtet, wissend geraunt, empört krakeelt wird. „Panama Papers“, die Akte X der Steuerbehörden. Zähneklappern, Papiere von dort, wo das Böse sitzt, aus der Hölle, Mordor, dem Pandämonium. Oder mit den Worten von Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel: „Das Schattenreich des Finanzwesens.“ Beziehungsweise „dieser Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und vermutlich Steuerhinterziehung“ der natürlich trockengelegt werden müsse, so Schäfer-Gümbel. Und Briefkastenfirmen verboten.→ weiterlesen
Will Gott die Börsen-Fusion?
Wissen Sie was? Ich glaube, das mit der Fusion der Deutschen und der Londoner Börse hat sich schon erledigt. Vor allem der hierzulande äußerst umstrittene Umzug der geplanten Dachgesellschaft – also letztlich des Hauptsitzes – in die britische Hauptstadt. Obwohl die London Stock Exchange ja der kleinere Partner ist – womit dann „der Schwanz mit dem gesamten Hund“ wedeln würde, wie es der FDP-Fraktionsvorsitzende Florian Rentsch auszudrücken beliebte. Warum ich das glaube?→ weiterlesen
Aktien in der Börse
Wie wäre das denn, liebe Leser, wenn Sie, die Sie möglicherweise in so schönen Städten wie Limburg, Usingen, Hochheim oder Rüsselsheim wohnen und in Frankfurt arbeiten, nicht mehr täglich für den Job in die Mainmetropole pendeln müssten? Ja, ganz schön, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Die Überlegung müsste also lauten, den Arbeitsplatz an den Wohnort zu verlegen. Blödsinn, werden Sie nun wiederum sagen, wie soll das denn gehen?→ weiterlesen
Kommunalqual
Nicht einmal jeder zweite Hesse hat sich am Sonntag bei der Abstimmung über die Kommunalparlamente der Qual der Wahl gestellt. Warum? Weil er – sorry, natürlich auch sie, immerhin war gestern Weltfrauentag! – die Wahlzettel als quälend groß empfand? Oder weil er/sie den Anlass einfach nicht für würdig genug hielt, sich von der heimischen Couch zu quälen?→ weiterlesen
Mysteriöse Rosen
Dafür hat sich Wissenschaftsminister Boris Rhein von der CDU doch wohl eine Rose von Nancy Faeser verdient – auch wenn diese SPD-Generalsekretärin ist. Bevor ich die Frage „Warum?“ beantworte, muss ich wohl zunächst aufklären, was es mit der SPD-Dame und der Rose auf sich hat. Also: Die Frauen der SPD-Landtagsfraktion und der SPD Wiesbaden haben gestern Nachmittag in der Wiesbadener Innenstadt Rosen für mehr Gleichberechtigung und Gerechtigkeit verteilt. Anlass dafür sei der Weltfrauentag am 8. März. Nicht irgendwelche Rosen, sondern „Fairtrade“-Rosen. Das ist jetzt was genau? → weiterlesen
Ab ins Öko-Kino!
Die Frankfurter Goethe-Universität hat mich gestern mit einer Information versorgt, die ich wirklich schon immer und unbedingt mal wissen wollte. Es ist nämlich so, und jetzt halten Sie sich bitte fest, liebe Leser, dass die Kinder in Algerien und Äthiopien lieber zur Schule gehen als in Deutschland. Ach was. Irre, oder? Ich habe mich tatsächlich seit langem zwei bis drei Mal täglich gefragt, ob es wohl andernorts Pennäler gibt, die lieber in die Schule gehen als unsere deutschen Schüler. → weiterlesen