Eine Umfrage in der sogenannten Generation Z lässt hoffen, viele Probleme ärztlicher Versorgung künftig obsolet werden zu lassen. Denn die zwischen 1995 und 2010 Geborenen begreifen Gesundheit offenbar als Teil ihres Lifestyles, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der HanseMerkur ergeben hat. Sprich, sie streben intrinsisch an, sich aktiv um ihre Gesundheit kümmern zu wollen – motiviert durch attraktives Aussehen und körperliche Fitness. Das sind natürlich starke Gründe!
Und von ganz anderer Qualität als die gequälten „guten Vorsätze“ der Vorgängergenerationen: Hehre Ziele fürs neue Jahr, die regelmäßig spätestes in Kalenderwoche 2 scheitern – weniger Alkohol, weniger Zigaretten, weniger rotes Fleisch, weniger Zucker. Oder im Zuge der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern der Verzicht auf dies und das, siehe oben.
Nein, die 15- bis 30-Jährigen wollen den gesunden Lebenswandel aus tiefster Überzeugung: kein Pflichtprogramm, sondern aktiver Lifestyle! Alle Horrorszenarien ausufernder Zivilisationskrankheiten büßen damit erheblich an Schrecken ein, oder? Und das Problem der alternden Ärzteschaft und fehlender Nachfolge relativiert sich auch: Die Gen Z mit ausgeprägtem Longevity-Bewusstsein wird schlicht viel weniger Arztbesuche benötigen, ergo mit weniger Ärzten auskommen.
Nur bei der Frage, woher denn die Gen Z ihr Gesundheitswissen nimmt, wird‘s schwierig: Der Umfrage zufolge steht ausgerechnet „Social Media“ an erster Stelle, Ärzte nur auf Platz 2.
Erschienen in der Ärzte Zeitung vom 19. Februar 2026